Seit dem Schuljahr 2026/2027 sind an unserer Schule für die Klassen 1-3 Lernzeiten verbindlich eingeführt.
Wir sind überzeugt, dass Lernen in einem vertrauensvollen Umfeld, gemeinsam und mit Freude stattfinden sollte, ganz nach dem Motto „Vielfältig lernen – gemeinsam wachsen – selbstständig handeln.“
Dabei verstehen wir Lernen nicht nur als Wissensaufnahme, sondern als aktiven Prozess: Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung für ihren Lernweg, arbeiten kooperativ, entdecken ihre individuellen Potenziale und organisieren ihre Lernzeiten selbstständig.
Die Lernzeiten sind im Stundenplan verbindlich verankert und finden in 2 (Klasse 1 und 2) bzw. 3 (Klasse 3) Unterrichtsstunden pro Woche zusätzlich zum regulären Stundenplan statt. Sie bieten Struktur und Freiraum zugleich. Wir schaffen Räume, in denen nicht nur fachliches Lernen, sondern auch soziale Kompetenz, Reflexionsfähigkeit und Freude am Lernen gefördert werden. Die OGS-Mitarbeiterinnen, die Lehrkräfte und unsere sozialpädagogische Fachkraft tragen dazu bei, dass Lernen und Lebenszeit sinnvoll verzahnt sind – ganztägig, gesund und kindgerecht.
Alle Lernzeitaufgaben werden in der ersten Lernzeit jeder Woche im Lernzeitplaner von den Kindern notiert. Erst danach beginnt die Bearbeitungszeit.
Folgende Grundsätze gelten für unsere Lernzeiten:
- Die Aufgaben sollen befähigen, Lernvorgänge selbst zu organisieren und Arbeitstechniken sowie Arbeitsmittel eigenständig zu wählen und einzusetzen.
- Umfang und Schwierigkeitsgrad der Aufgaben sind so gestaltet, dass sie möglichst selbstständig, ohne fremde Hilfe, in angemessener Zeit bearbeitet werden können.
- Schülerinnen und Schüler werden mit den notwendigen Arbeitstechniken und Materialien vertraut gemacht.
- Aufgaben werden differenziert nach Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Interesse gestellt.
LernzeitPlus
Über die reguläre Lernzeit hinaus können zusätzliche Aufgaben vergeben werden, die verbindlich zuhause erledigt werden müssen. Diese Aufgaben dienen der Vertiefung, Wiederholung und Förderung individueller Lernfortschritte.
Beispiele für LernzeitPlus-Aufgaben:
regelmäßige Leseübungen, Kopfrechnen, Auswendiglernen von Texten (Gedichte, Lieder), Mitbringen bestimmter Materialien, Forscher- und Rechercheaufgaben, Übungen zum Einmaleins, Üben für Klassenarbeiten, Beenden unfertiger Aufgaben, …
Die Kontrolle der Erledigung erfolgt z. B. durch: Vorträge und Präsentationen der Kinder, kleine schriftliche Überprüfungen (Tests) oder Rückmeldungen im Unterricht.
Einblick und Kontrolle für Eltern
Die Eltern erhalten über ihre Kinder Informationen zu den aktuellen Lernzeit-Aufgaben und den LernzeitPlus-Aufgaben, da die Lernzeitplaner täglich mit nach Hause gehen.
Die Eltern sind angehalten:
- die Erledigung der Aufgaben regelmäßig zu kontrollieren,
- den Lernzeitplan zur Kenntnis zu nehmen und
- dies durch ihre Unterschrift zu bestätigen.
Diese transparente Form der Zusammenarbeit ermöglicht es, Lernfortschritte zu begleiten, Eigenverantwortung der Kinder zu fördern und die Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule zu stärken.
